Das Ende von 24?

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    • Das Ende von 24?

      Seit der ersten Episode der ersten Staffel bin ich ein sehr großer Fan der Serie "24" und habe sämtliche Staffeln mir mehrmals angeschaut. Mittlerweile sind wir in Deutschland bei Jacks sechstem Tag angekommen, und die Wartezeit bis dahin war sehr lang. Immer wenn ich auf die Veröffentlichung bzw. Ausstrahlung eines bestimmten Films oder einer Serie warte, werde ich hinterher von der Qualität dessen, worauf ich mich so sehr gefreut hatte, enttäuscht. Und dann wurde in TV-Spielfilm die komplette Season 6 von "24" zerrissen - eine solch schlechte Kritik hatte ich bislang zu meiner Lieblingsserie noch nie gelesen. Dann kaufte ich die zweite Staffel von "Prison Break" auf DVD, die als Bonusmaterial die Pilotfolge der sechsten "24"-Season enthielt. Ich konnte es kaum erwarten mir die erste Folge anzuschauen und wurde bitter enttäuscht...Sollten dies alles die Anzeichen für das Ende von "24" sein, sollte sich das schlechte Omen tatsächlich bestätigen?

      Ich bin und bleibe einer der größten Fans dieser Serie und ich bin gerade bei Folge 18 angetroffen und zu dem Entschluss gekommen, dass hier mit Abstand wirklich die schlechteste Season vorliegt - aber deshalb würde ich noch nicht vom Ende der Serie sprechen.

      Auch "CSI: Miami" hat mit der fünften Staffel ihren vorläufigen Tiefpunkt erreicht und ich bleibe Horatio und seinem Team weiterhin treu.

      Aber zurück zu "24": Bislang galt die erste Season dieser Serie für mich als die schlechteste - und ich fand sie sehr gut! Jack Bauer in seinen Anfangsjahren - nicht alles war damals so ausgereift wie die nachfolgenden Seasons. Die Synchronisation, die man der Serie allerdings nicht anlasten kann, war teilweise sehr schlecht, der Soundtrack wurde auch in den Folgejahren immer besser und die Story mit ihren vielen Nebenhandlungen war teilweise unüberschaubar. Trotzdem wusste sie zu gefallen, auch wenn hier der Anfang etwas schleppend war. Aber das Echtzeit-Prinzip, die Handlung innerhalb der CTU, der Regierungseinheit, die von mehreren Maulwürfen infiltriert worden war und die Verschwörungen innerhalb des Politapparates waren neu und unverbraucht. Hinzu kamen charismatische Gegenspieler und sehr gut inszenierte Action. Das alles lenkte schon sehr von den beiden nervigsten Minuspunkten der ersten Staffel ab: Das Mutter/Tochtergespann Bauer und die sich immer wieder wiederholenden Fettnäpfchen, in die die beiden in 24 Stunden zu treten hatten. Wie gesagt: Mittlerweile sind Jahre vergangen: nach Atombombenanschlägen, Giftgas-Attacken, Angriffe auf Atomkraftwerke, Amtsenthebungen von Präsidenten, Mordanschläge und geglückte Attentate auf Präsidenten, nach Präsidenten als Verbrecher, unzähligen Liebschaften und Maulwürfen in der CTU und Folterungen mit allem, was der Haushalt so hergibt unterhält die sechste Staffel überraschungsfrei und vermischt alle bisher dagewesenen Storylines zu einer faden, langweilig schmeckenden Suppe.

      Die Story aus der fünften Staffel rund um die Verschwörergruppe um Präsident Logan wird weitergesponnen, Jack Bauers Vater und Bruder als Hauptdrahtzieher entlarvt und auch der undurchsichtige Cheng hat wieder seine Finger im Spiel. Zugegeben: es sind interessante Ansatzpunkte vorhanden, die aber einer ansonsten sich immer wiederkäuernden Handlung geopfert werden. Jack Bauer hat fast zwei Jahre chinesische Folter hinter sich und geht es entsprechend langsam an - zu langsam. In manchen Episoden dieser Season taucht er kaum auf oder hält sich schmerzverzehrt die geprellten Rippen. Erst weit nach der zweiten Hälfte läuft er wieder zur alten Hochform auf, doch da ist es bereits viel zu spät! Die Kofferbomben werden zwar von Bauer sichergestellt, der Terrorist wirkungsvoll und mit einem coolen Spruch ins Paradies befördert. Es gibt ein paar wirklich gute Szenen und Ansätze, aber die tauchen meistens mit einem Abstand von jeweils zwei Folgen auf. Dazwischen dominieren arg dialoglastige Szenen das Geschehen, die man zudem aus den vorausgegangenen Staffeln kennt. Tempo? Fast kaum vorhanden! Spannung? Wie soll denn Spannung aufkommen, wenn in der ersten Episode Bauer geopfert werden soll und dem Zuschauer doch klar sein muss, dass Bauer einen Weg finden wird, aus der Situation heil herauszukommen. Zugegeben, es ist schon interessant zu sehen, wie es Bauer dann letzten Endes schaffen wird - doch das reicht alles einfach nicht mehr aus! Ob arabische oder türkische Terroristen, ob russische Separatisten oder ein skrupelloser Präsident bzw. Vizepräsident - das alles ändert nichts an der Tatsache, dass hier zum sechsten Mal mehr oder weniger dieselbe Story aufgetischt wird. Wenn dann kein Tempo vorhanden ist, mehr Feuer in den Dialogen als in der Action steckt, der Haupt-Protagonist teilweise die Arbeit den Technikern von der CTU oder einem gewissen Mike Doyle überlässt und auch der Soundtrack kaum zu einer spannenden, temporeichen Atmosphäre beiträgt kann diese sechste Staffel nur zum Scheitern verurteilt sein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass all die Defizite und die Langeweile der ersten 18 Folgen durch die letzten 6 noch ausgeglichen werden können. Dass den Autoren bei ihrer Terroristenhatz sehr schnell neue Ideen ausgegangen sind, erkennt man daran, dass die Terrorjagd bereits in Folge 17 beendet ist und mit dem Dampfhammer eine weitere Storyline aus dem Boden gehauen wird. Bauers Vater taucht auch wieder auf, aber wofür? Um für eine an den Haaren herbeigezogene Storyline undankbar die letzten 6 Episoden zu füllen? Wie gesagt: verschenktes Potential. Die Vater/Sohn-Beziehung, die Konfrontation zwischen den beiden Bauers hätte vorab mehr ausgebaut werden sollen anstatt den Zuschauer aufkeimende Gefühle zwischen CTU-Angestellten oder Morris Alkoholproblem zu präsentieren. Davon abgesehen: Milos Lippenbekenntnis zu Nadia war doch exakt nachgestellt aus Staffel 2 (Tony Almeida und Michelle Dessler). Ebenso aus Staffel 2 ist die Storyline entnommen mit der Atombombe, einer Verschwörung gegen den amtierenden Präsidenten und einer geplanten Amtsenthebung durch den Vizepräsidenten. Auch das Atomkraftwerk als Ziel der Terroristen ist aus Staffel 4 bekannt. Und wie viele real existierende Maulwürfe oder Hackerangriffe soll die CTU denn noch verkraften? Ich bin ehrlich gespannt wie es in dieser Staffel weitergehen soll. Ich weiss es ja, aber ob es genauso langweilig umgesetzt wird wie es sich liest ist fraglich. Auch wenn ich jetzt hier schon ein Gesamturteil abgegebe und Staffel 6 als die mit Abstand schlechteste aller Staffeln bezeichne, lasse ich mich gerne eines besseren belehren. Aber es erscheint mir kaum vorstellbar, dass das Niveau der bisherigen Episoden einen solchen Aufschwung widerfährt, dass man über alles vorherige den Mantel des Schweigens legen könnte. Danke für Eure Geduld und Euer Interesse.
    • jannih schrieb:

      Dies wurde alles schon im Threat

      24tv-forum.de/season_6_spoiler…ient_24_noch_eine_chance/

      ausführlich diskutiert.

      Vielleicht solltest Du Deinen Beitrag da noch mal posten?


      Vergiß bitte nicht, dass sich das Topic im Spoiler-Bereich befindet. Viele wollen noch nicht wissen, wie die Season endet, von daher macht es schon Sinn, das Topic hier noch einmal zu eröffnen. Falls es nicht zu chaotisch wird, kann man es zur Not am Ende der Season ans andere anhängen. ;)

      Yvonne

      Try to imagine that hope is our ship for the soul - Center of the Universe/Kamelot
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    • Ah da diskutiere ich doch gerade im Episoden-Thread über ein ähnliches Thema und dann entdecke ich das hier.

      Ich muss dir in vielen, sehr vielen Dingen recht geben. Der Start der 6. Season war unglücklich. Gut gemeint, aber durch die Tatsache das Jack Bauer nun mal "Twenty Four" ist, absolut unspannend. Obendrein der ganze Ablauf unter welchen Umständen er zurückgebracht wird und ZU WELCHEM ZEITPUNKT!, mehr als unglaubwürdig. Auch brauchen wir nicht darüber zu diskutieren wie viel aus anderen Staffeln kopiert, geclont, nachgeahmt und wiedereingeführt worden ist.

      Aber in einem muss ich dir widersprechen: Staffel 1 als die Schlechteste zu bezeichnen erschließt sich mir irgendwie nicht ganz. Ich meine, ohne Staffel 1 wärst du ja wohl nicht auf 24 gekommen und wenn diese Staffel schlecht wäre hätte es wohl kaum motiviert weitere Staffeln anzuschauen. Staffel 1 ist wohl mit Abstand die beste Staffel. Da hier die Geschichte, die einzelnen Handlungsstränge und alles drumherum wohl am besten mit dem Echtzeitkonzept und den Splitscreens harmoniert. Das ist die einzige Staffel, in der ich persönlich noch auf die Zeitangaben geschaut habe und es mir Spaß gemacht hat zu beobachten wie mit zunehmender Stunde die Protagonisten immer fertiger werden, Abnutzungserscheinungen zeigen und dies auch zugeben. In den anderen Staffeln war die ablaufende Uhr doch nur noch Dekoration. Die Uhrzeit hat doch keinen mehr wirklich interessiert. Ich will nicht bestreiten dass Staffel 1 auch schwächen hatte. Als Highlight wohl der Übergang der 19:00 zur 20:00 Folge als es schlagartig Dunkel wurde. Hat mir auch nicht gefallen. Allerdings kann man hier noch sagen, das ist ein Fehler über den man hinwegsehen kann, da die ganze Hintergrundgeschichte der Staffel einfach noch glaubwürdig ist. Im Gegensatz zu bestimmten späteren Seasons. Was Staffel 1 groß macht ist die "kleine" Geschichte in der nicht Millionen von Menschen dem Tod geweiht sind und nur von einem Mann gerettet werden können. Und nur weil damals die Technik noch nicht so ausgereift war wie heute und dir die Synchronisation nicht gefallen hat kann man diese Season beim besten Willen nicht als schlecht beurteilen. Das Einzige was es an der Synchro vllt auszusetzen gibt ist die Tatsache dass es da zum Teil noch andere Synchronsprecher waren. Aber das liegt ja bekanntlich daran dass diese Aufgabe ab Season 2 von einem anderen Synchronstudio übernommen wurde.
    • AgentAlmeida schrieb:

      Ich muss dir in vielen, sehr vielen Dingen recht geben. Der Start der 6. Season war unglücklich.
      Ich muss dir auch in vielen Dingen recht geben, aber ich finde jetzt nicht, dass der Start der 6. Staffel unglücklich war. Im Gegenteil - Der Assadplot war spannend gemacht, der allgegenwärtige Terror war auch vorhanden und - für mich eigentlich eines der wichtigsten Punkte - das Tempo war richtig ordentlich. Zwar fand ich das mit Jacks Rückkehr nach LA auch relativ schwach und unpassend, aber das war spätestens in den darauffolgenden 3 Folgen vergangen.
      Die eventuellen Wiederholungen sind auch nicht so ins Gewicht gefallen, da die Story ansonsten grundsätzlich "logisch" und unterhaltsam war.

      Los gings dann erst, als die Atombombe gezündet wurde. Eine erstklassige Folge und eine grandiose Szene mit einem völlig verstörten Jack-Bauer. Der Mentalität der 24-Autoren folgend, war damit die größte Katastrophe erreicht, aber man musste sich ja schließlich noch weiter steigern. Da das in Hinsicht auf großes Bum-bum oder Katastrophen eigentlich nicht mehr möglich war, ging's dann mit den haarsträubenden Plots und den unlogischen Einfällen los. Und erst DA, als Jacks Bruder plötzlich zum Oberfiesling der 5. Staffel wurde und dieselbige unter einem anderen Licht zu sehen war, wurde die Staffel meiner Meinung nach nicht mehr gut.
      Genau das gleiche übrigends auch in der Cheng-Story.
      Sie fängt schön düster und halbwegs logisch an und gerät dann durch die Unvorhersehbarkeit beim Drehbuchschreiben immer tiefer in ein Loch der Unlogik. Da die Autoren ja selber sagen, dass sie die Story nicht vorrausplanen, schreiben sie sich immer dann, wenn sie sich aus einem unlogischen Plot retten wollen, tiefer in den Schlamassel rein. Das merkt man bisher in der 6. Staffel richtig gut - ein sehr gutes Beispiel ist diese Folge, in der dieser psychisch Kranke und sein Bruder mitspielen. Die Charaktere werden einfach so aus dem Hut gezaubert, damit die Story irgendwie weitergehen kann. Wenn wir uns daran erinnern, wie lange schon vorher dieser Typ in der ersten Staffel gezeigt wurde, der den Präsidenten morgens auf dieser Versammlung erschießen sollte, ist das einfach undurchdacht - und das sieht man auch.

      Einige Elemente kann man ruhig wiederholen, zum Beispiel bestimmte Handlungsabschnitte, wenn sie denn der Story gut tun (Das Konsulat zum Beispiel). Aber Szenen exakt nachzustellen, wie sie in anderen Staffeln schonmal vorgekommen sind, finde ich nicht gut. Dazu gehört vor allem dieser Spitzelplot, der gerade am laufen ist und diese Verschwörung gegen den Präsidenten, wie der Threadersteller schon gesagt hatte.
      Die Atombomben finde ich nicht so schlimm. Es geht ja immer darum, in welchem Kontext das ganze steht.

      Ein weiteres Thema ist der Verzweiflungsakt der Drehbuchautoren, die fehlende Konsistenz in der Story durch Folterszenen auszugleichen. Wenns nicht weitergeht, wird einfach gefoltert. Paradoxerweise ist meiner Meinung nach 6x17 die beste Folge, die gerade DESHALB so spannend ist, weil die Informationsbeschaffung eben NICHT durch Folter, sondern einen Trick erzwungen wird. Damit schießen sich die Autoren sozusagen selbst ins Bein und zeigen, warum die Staffel an vielen Stellen nicht so funktioniert hat und weil sie gerade in dieser Folge plötzlich so spannend ist.

      Wie ich schon im Episodenthread gesagt habe, schreitet 24 auf technischer Seite immer weiter vorran. Die "grafische" Darstellung wird von Staffel zu Staffel und von Folge zu Folge immer besser. Was wir jetzt an Bildqualität, Kameraeinstellungen und Lichteffekten geboten bekommen, stellt die älteren Staffeln auf jeden Fall in den Schatten. Auch das höhere Budget sticht ins Auge - viel tollere Sets, coolere Schießereien und mehr Action. Und auch die Folgen als einzelne sind größtenteils auch alle unterhaltsam. Wenn man sein Gehirn ausschaltet und die Story einfach mal ignoriert, ist das richtig spannend und sehenswert. Nur als 24-Fan der ersten Stunde will ich halt mehr.
      24 ist und bleibt meine Lieblingsserie - dafür hat sie mir schon zu viele tolle Stunden und heiße Diskussionen über den Fortlauf der Story beschert. Auch mit der 6. Staffel ist das Niveau noch überdurchschnittlich hoch und ich werde mir die Season allein schon aus Prinzip auf DVD kaufen. Im Vergleich zu den älteren Seasons hat sie jedoch nachgelassen - nicht nur, weil die Ideen fehlen (Und es gibt durchaus noch genug Ideen für eine Season), sondern auch weil plötzlich Fehler gemacht werden, die es vorher so noch nicht gab.

      Da wir ja hier nicht die einzigen sind, die was zu "meckern" haben (Und was die Qualität der Season angeht, ist das immer noch meckern auf hohem Niveau), bin ich mir sicher, dass die Produzenten das alles zu Herzen nehmen. Und so lange ich mir dessen sicher bin, schau ich auch immer weiter.
    • soo, ich poste dann auch mal hier miene antwort, und nicht im folgen-thread ;) ich beziehe mich aber auch auch die aussagen, die dort getätigt wurden...

      ich finde nämlich ganz und gar nciht, dass es sinnvoller gewesen wäre, sich großen atomexplosionen oder viren-attacken für spätere staffeln aufzuheben. denn: was sind spätere staffeln? die autoren, oder fox, wussten nach staffel 1 nicht wieviele staffeln es geben wird, so nach dem motto "so da noch mindestens 6 staffeln kommen werden, fangen wir mal gaaanz langsam an"! und selbst wenn sie es irgendwie geahnt hätten oder sowas, und hätten S02, S03 und vllt auch S04 noch ganz persönlich und im recht kleinen kreis gefeiert, mit der möglichen ermordung eines einzelnen, was jack dann verhindert, oder so! dann kann ich mir aber ganz gut vorstellen, dass ihr hier gesessen und geschrieben hättet "naja so langsam reicht das aber auch mit den persönlichen dingen die jack da immer behandeln muss, die könnten ruhig ma was anderes machen, was gewaltiges!" ... nicht dass ihr mich falsch versteht: ich wäre ebenfalls dafür gewesen, deutlich mehr wert auf echtzeit zu legen, und die split-screens noch sinnvoller zu platzieren, vor allem häufiger, irgendwie.

      dennoch bin ich mit dem gesamten ablauf mehr als zufrieden und auch irgendwie froh. ich meine, stirb langsam ist ne spitzen filmreihe, und da sagt auch keiner "McClane könnte doch auch ma nen kleineres problem haben, wo er NUR seine frau retten muss"...nein da war die frau fast nebensache, er musste auch große terroranschläge vereiteln. der vergleich hinkt zwar etwas, ich weiß, aber fiel mir so ein. GRO?E dinge faszinieren die mehrheit auch einfach mehr, ich bin ehrlich und sage, dass ich auch dazu gehöre, zumindest solange es authentisch bleibt.

      desweiteren muss man ja sagen dass es in 24 noch nie so gewesen ist, dass es für jack kein bisschen persönlich war! im gegenteil: ich denke in jeder staffel passieren dinge, die jack verändern auf emotionaler, menschlicher ebene! (tod seiner frau, folterung und zwischenzeitlicher tod, ermordung von chappelle, flucht vor den chinesen und im prinzip dem eigenen land, was bedeutet verlust seiner liebe audrey und seiner tochter kim, und dann ncoh die ermordung fast aller jahrelanger freunde) es ging in 24 NIE nur um die großen terrorattacken, wenn man ehrlich ist.

      es ist nicht notwendig gewesen, in S02 so nen fetten angriff einzubauen...aber für mich liefs dennoch gut! und auch trotz der atombombe hätten die autoren in nachfolgenden staffeln immernoch ne ruhigere staffel einlegen können, und das sit der einzige fehler. für S06 hatte man viel potenzial verschenkt finde ich, als jack ab folge 5 anfing, wieder zum held zu werden. davor war die staffel nämlich wirklich spitze, finde ich! und wäre die staffel danach nicht so extrem ausgeartet, hätte es auch kaum jemanden gestört dass es in den vorgängern schon atompilze, virus-attacken und schmelzende reaktoren gab :) da stimme ich mit euch überein wenn ihr sagt, dass durch zuviel hektik und künstliche dramaturgie die staffel 6 und dadurch auch die gesamte "24"-bild irgendwie ruiniert, oder besser gesagt, angekratzt, wurde! ich bleibe sehr guter hoffnung, dass staffel 7 die serie wieder zu alter stärke führt :thumbs02:
    • dativ schrieb:






      AgentAlmeida schrieb:

      Ich muss dir in vielen, sehr vielen Dingen recht geben. Der Start der 6. Season war unglücklich.
      Ich muss dir auch in vielen Dingen recht geben, aber ich finde jetzt nicht, dass der Start der 6. Staffel unglücklich war. Im Gegenteil - Der Assadplot war spannend gemacht, der allgegenwärtige Terror war auch vorhanden und - für mich eigentlich eines der wichtigsten Punkte - das Tempo war richtig ordentlich. Zwar fand ich das mit Jacks Rückkehr nach LA auch relativ schwach und unpassend, aber das war spätestens in den darauffolgenden 3 Folgen vergangen.

      Nein, nein. Das hab ich so nicht gesagt bzw. gemeint. Mit Anfang, meinte ich wirklich den Anfang, sprich die erste bis zweite Folge und hauptäschlich, wie ich ja auch geschrieben habe, die Wiedereinführung Jack Bauers. Dass die Story mit Assad schlecht war, kam nicht von mir. Ehrlich gesagt hab ich mich gefreut wie ein kleines Kind als Jack Bauer nach seine ersten Folterung sagte "Ich glaube ich kann das nichtmehr" und Assad nur meinte "Das kommt wieder". Twenty Four is back und zwischen Assad und Bauer entsteht ein neues Draufgänger-Team hab ich mir gedacht :grin_still: Aber Assad brachte es ja nicht so weit..

      Wie du sagst, bis einschließlich der Folge mit Curtis' Tod und der Explosion wars super, von der Story her. Ich persönlich dachte mir zwar "toll schon wieder ne Atom-Bombe" aber Jacks Gesichtsausdruck war einfach genial und ich habe mir, wie viele Andere wohl erhofft dass einiges daraus gemacht wird.

      Ein weiteres Thema ist der Verzweiflungsakt der Drehbuchautoren, die fehlende Konsistenz in der Story durch Folterszenen auszugleichen. Wenns nicht weitergeht, wird einfach gefoltert. Paradoxerweise ist meiner Meinung nach 6x17 die beste Folge, die gerade DESHALB so spannend ist, weil die Informationsbeschaffung eben NICHT durch Folter, sondern einen Trick erzwungen wird. Damit schießen sich die Autoren sozusagen selbst ins Bein und zeigen, warum die Staffel an vielen Stellen nicht so funktioniert hat und weil sie gerade in dieser Folge plötzlich so spannend ist.
      Da muss ich dir leicht widersprechen, bzw. habe ich vllt einfach nur einen anderen Geschmack denn mich stören Folterszenen im allgemeinen eigentlich nicht. Da finde ich wieder, sind sie nunmal ein "legitmes" Mittel der CTU-Agenten und durch Zeit-Druck in vielen Situation bei den meisten ihrer Widersacher oft halt die einzige Möglichkeit denjenigen zum Reden zu bringen. Was jetzt aber nicht heißt dass ich mich nicht über Abwechlsung freue. Man muss nicht jeden Foltern und die Szene mit der Inszenierten Befreiung von Fayed war natürlich zum Zunge schnalzen, da gebe ich dir recht.



      DUKE2003 schrieb:

      soo, ich poste dann auch mal hier miene antwort, und nicht im folgen-thread ;) ich beziehe mich aber auch auch die aussagen, die dort getätigt wurden...

      ich finde nämlich ganz und gar nciht, dass es sinnvoller gewesen wäre, sich großen atomexplosionen oder viren-attacken für spätere staffeln aufzuheben. denn: was sind spätere staffeln? die autoren, oder fox, wussten nach staffel 1 nicht wieviele staffeln es geben wird, so nach dem motto "so da noch mindestens 6 staffeln kommen werden, fangen wir mal gaaanz langsam an"!


      Ja, das selbe habe ich mir durchaus auch gedacht. Natürlich ist es ein Problem dass die Macher nie wissen ob die Serie auch ankommt und müssen quasi ständig ihr ganzes Pulver verschießen damit wenigstens die aktuelle Folge oder Season anklang findet. Da hast du natürlich recht. Trotzdem hätte man mit diesem Problem rechnen müssen und dann wenigstens später als dann klar war dass es wohl mehr Staffeln geben wird (ab einem bestimmten Zeitpunkt hat Sutherland doch für 7 Staffeln unterzeichnet) etwas mehr darauf achten können.

      und selbst wenn sie es irgendwie geahnt hätten oder sowas, und hätten S02, S03 und vllt auch S04 noch ganz persönlich und im recht kleinen kreis gefeiert, mit der möglichen ermordung eines einzelnen, was jack dann verhindert, oder so! dann kann ich mir aber ganz gut vorstellen, dass ihr hier gesessen und geschrieben hättet "naja so langsam reicht das aber auch mit den persönlichen dingen die jack da immer behandeln muss, die könnten ruhig ma was anderes machen, was gewaltiges!" ... nicht dass ihr mich falsch versteht: ich wäre ebenfalls dafür gewesen, deutlich mehr wert auf echtzeit zu legen, und die split-screens noch sinnvoller zu platzieren, vor allem häufiger, irgendwie.
      nein, also ich hätte das, wenns stimmig, logisch, spannend und unterhaltsam wäre nicht geschrieben :zwinker: außerdem, selbst WENN dann jemand gefordert hätte endlich etwas mehr gas zu geben, hätten die Macher dann eben auch diese Möglichkeit und könnten in der nächsten Season ein riesen Feuerwerk abbrennen. Andersherum wenn man schon viel Bum Bum gesehen hat ist ein Gang zurück schalten sehr schwer und eher ein Rückschritt.

      es ist nicht notwendig gewesen, in S02 so nen fetten angriff einzubauen...aber für mich liefs dennoch gut! und auch trotz der atombombe hätten die autoren in nachfolgenden staffeln immernoch ne ruhigere staffel einlegen können, und das sit der einzige fehler. für S06 hatte man viel potenzial verschenkt finde ich, als jack ab folge 5 anfing, wieder zum held zu werden. davor war die staffel nämlich wirklich spitze, finde ich! und wäre die staffel danach nicht so extrem ausgeartet, hätte es auch kaum jemanden gestört dass es in den vorgängern schon atompilze, virus-attacken und schmelzende reaktoren gab :) da stimme ich mit euch überein wenn ihr sagt, dass durch zuviel hektik und künstliche dramaturgie die staffel 6 und dadurch auch die gesamte "24"-bild irgendwie ruiniert, oder besser gesagt, angekratzt, wurde! ich bleibe sehr guter hoffnung, dass staffel 7 die serie wieder zu alter stärke führt :thumbs02:
      Ja das stimmt auch. Und um damit schlussendlich die im Thread-Titel rhetorisch gestellte Frage "Das Ende von 24?" zu beantworten: NEIN! Was Anderes käme ja auch wohl kaum in die Tüte, immerhin sprechen hier 24-Fans in einem 24-Forum über 24 :grin_still:
      Es gibt noch mindestens eine Staffel. Und wenn jetzt da nicht schon wieder ein arabischer Terrorist mit einer Atom-Waffe irgendwas atomisieren möchte, dann stehen die Chancen durchaus gut unsere Echtzeit-Serie noch zu "retten". Mich persönlich würde es einfach sehr freuen wenn man in bestimmten Aspekten wieder auf Season 1-Tugenden zurückgreift, vorallem was das Einhalten der Echtzeit und die Splitscreens angeht und einfach die Art und der Aufbau der Story. Mehr Spannung durch das Ungewisse erzeugen. Ich meine wie lange haben wir in Season 1 rumgerätselt wer steckt denn nun hinter dem Attentat, was sind seine Gründe. Warum Jack, warum seine Familie und alles wurde so nach und nach in Stückchen aufgedeckt. Das fehlt mir irgendwie in den anderen Seasons..

      Aber ich bin voller Hoffnung! :thumbs02:
    • Uah, bin müde, also antworte ich grad noch auf einen Post:

      AgentAlmeida schrieb:


      Da muss ich dir leicht widersprechen, bzw. habe ich vllt einfach nur einen anderen Geschmack denn mich stören Folterszenen im allgemeinen eigentlich nicht. Da finde ich wieder, sind sie nunmal ein "legitmes" Mittel der CTU-Agenten und durch Zeit-Druck in vielen Situation bei den meisten ihrer Widersacher oft halt die einzige Möglichkeit denjenigen zum Reden zu bringen. Was jetzt aber nicht heißt dass ich mich nicht über Abwechlsung freue. Man muss nicht jeden Foltern und die Szene mit der Inszenierten Befreiung von Fayed war natürlich zum Zunge schnalzen, da gebe ich dir recht.

      Mich stören die Folterszenen doch eigentlich auch nicht, aber wenn wir uns an die 6. Staffel erinnern, verbinden wir das doch schon fast zwangsläufig mit den fiesesten Folterszenen der gesamten Serie. Man hatte sogar stellenweise das Gefühl, dass man sich von Folter zu Folter immer mehr steigern will. Wie ich schonmal in nem Folgentopic gesagt hab: Wenn ich sehen wöllte, wie jemand mit ner Bohrmaschine bearbeitet wird, kann ich auch Hostel gucken. Folterszenen sind in sofern in Ordnung, als dass sie - wie du schon sagst - ein legitimes Mittel der CTU oder ein leider durchaus realistisches Mittel von Terroristen sind. Aber hey - wieso muss Jack Bauer dem Bösewicht im Konsulat ne Fingerkuppe abschneiden? Er redet zudem erst, als man ihm ne Pistole an den Kopf drückt. Muss das Abschnipplen denn sein?
      Oder die besagte Bohrmaschinenszene. Warum denn gerade so explizit? Das hat man doch vorher auch anders dargestellt.
      Warum zieht Jack Graem erstmal ne Tüte über den Kopf, bevor er überhaupt weiß, dass er was verbirgt?
      Oder warum muss Assad dem Typ n Messer ins Knie rammen?
      Warum bauen die Autoren ne völlig sinnlose und handlungstechnisch unwichtige Jack-Folter gleich in die erste Folge?
      Ich fand die Jack-Folterszene in der 2. Season schon relativ derb, aber sie hat mich nicht gestört, weil dort Folter noch relativ spärlich eingesetzt wurde und nur dann zum tragen kam, wenn man sie handlungstechnisch auch wirklich für angebracht hielt. Hier ist das fast schon schaulustig dargestellt. Wie als warten die Zuschauer schon sabbernd auf eine neue, noch härtere Folterszene, egal wie angebracht sie nun ist.
      Worauf ich hinauswollte, war eigentlich, dass ich das Gefühl hatte, man will in der 6. Staffel die fehlende Konsistenz in bestimmten Handlungsabschnitten durch banale Folterszenen ausgleichen. Und der Anteil dieser Szenen ist in dieser Season schon relativ hoch.

      Die hochgelobte 5. Season, die auch für mich zu einer der besten Staffeln zählt, kommt übrigends fast ohne Folterszenen aus (Nur die eine Szene, in der Henderson gefoltert wird, glaub ich).

      Um noch schnell auf die Grundfrage einzugehen:
      Warum das Ende von 24? Insgesamt ist Season 6 immer noch überdurchschnittlich gute Unterhaltung, nur im Verhältnis zu den anderen Staffeln eben nicht ganz so herausragend. Erstens will ich nicht, dass die Serie mit einer schwachen Staffel endet und zweitens ist eine durchwachsenere Season doch kein Grund, meine Lieblingsserie an den Nagel zu hängen!
    • dativ schrieb:

      Mich stören die Folterszenen doch eigentlich auch nicht, aber wenn wir uns an die 6. Staffel erinnern, verbinden wir das doch schon fast zwangsläufig mit den fiesesten Folterszenen der gesamten Serie. Man hatte sogar stellenweise das Gefühl, dass man sich von Folter zu Folter immer mehr steigern will.
      Hehe, ja eben, da sind wir wieder beim Steigerungsprinzip das sie hier anwenden was beim Foltern bei vielen anscheinend aber eher auf Unverständnis stößt. Wie gesagt, hätten sie lieber mal woanders langsam gesteigert.

      Aber nun gute Nacht! :wacko: :squint:
    • sooo, schönen guten morgen! :) auf der arbeit nix los, deswegen wird jetzt gepostet :cheesy_grin:

      im prinzip möchte ich aber nur sagen dass wir uns ja wenigstens alle einig sind, dass
      1. 24 nicht wegen einer schwachen season an den nagel gehangen werden soll oder muss,
      2. selbst eine schwache 24-season immernoch überdurchschnittliche spannung, dramaturgie etc aufbaut im vergleich zu vielen anderen serien oder formaten.

      bezüglich der folterszenen: ihr habt recht, da gibt es in S06 die selben steigerungen, wie es sie seit S02 mit den bedrohungen ansich auch schon gibt. fande die ein oder andere szene auch net notwendig, aber da sie meistens gut inszeniert waren störte es mich weiterhin nicht, zumal ich irgendwie eine art "fan" von folterungen in 24 bin. für mcih war das schon immer eine der interessantesten dinge in der serie, vor allem weil im laufe der zeit auch immer wieder mal die falschen gefoltert wurden, oder manche trotz folter nichts preisgeben, das macht die folgen dann einfach intensiver, finde ich.

      dativ schrieb:

      Die hochgelobte 5. Season, die auch für mich zu einer der besten Staffeln zählt, kommt übrigends fast ohne Folterszenen aus (Nur die eine Szene, in der Henderson gefoltert wird, glaub ich).

      hmm ich kann jetzt nichts beschwören, aber zumindest kenne ich eine weitere, wenn auch sehr kleine "folterszene", und zwar recht zu beginn als jack bei logan bzw cummings aufkreuzt und ihn dann in die mangel nimmt. walt cummings bekommt ein paar schläge ab und wird dann mit dem messer bedroht! und wie man jack kennt wäre er bestimmt noch weiter weiter gegangen.
      ich weiß ja net welche szene du meinst, mit henderson's folter. ich kenne nämlich auf anhieb eigentlich 2: einmal bei henderson zu hause, wo jack seine frau miriam ins bein schiesst damit er infos bekommt! und danach wird handerson ja noch schön in der CTU gefoltert (auch wenn das nicht so brutal aussieht).

      AgentAlmeida schrieb:

      Natürlich ist es ein Problem dass die Macher nie wissen ob die Serie auch ankommt und müssen quasi ständig ihr ganzes Pulver verschießen damit wenigstens die aktuelle Folge oder Season anklang findet. Da hast du natürlich recht. Trotzdem hätte man mit diesem Problem rechnen müssen und dann wenigstens später als dann klar war dass es wohl mehr Staffeln geben wird (ab einem bestimmten Zeitpunkt hat Sutherland doch für 7 Staffeln unterzeichnet) etwas mehr darauf achten können.

      ok, da stimme ich mit dir überein. wenigstens im nachhinein hätten sie ja nen gang zurückschalten können! wenigstens mal für eine staffel oder so damit es auch nciht so unglaubwürdig erscheint mit den terrorattacken.

      AgentAlmeida schrieb:

      [...] selbst WENN dann jemand gefordert hätte endlich etwas mehr gas zu geben, hätten die Macher dann eben auch diese Möglichkeit und könnten in der nächsten Season ein riesen Feuerwerk abbrennen. Andersherum wenn man schon viel Bum Bum gesehen hat ist ein Gang zurück schalten sehr schwer und eher ein Rückschritt.

      da kann ich dir nicht vollständig zustimmen. denn du selber sagst, dass ne "ruhigere" season ohne große bomben aber mit mehr tiefe und emotion, und natürlich unwissenheit richtig geil wäre und besser als das, was jetzt so abläuft. demnach kann man es ja nicht als rückschritt bezeichnen, wenn sich die macher wirklich überlegt hätten, zB nach S03 ne season eher im stil von S01 zu machen! ich habe mich blöd ausgedrückt, glaub ich. was ich sagen will: bestimmt würden die leute nach ner atom bombe und nem mega-virus nicht jammern und meckern, wenn danach ne staffel im stil von S01 erscheint, wenn sie dafür sehr gut durchdacht und spannend ist, genauso wie sie es vllt jetzt (nicht ganz so heftig tun würden) wenn S06 ohne so viele fehler und unstimmigkeiten daherkommen würde, TROTZ der erneuten atom-bombe. schlussendlich wollen ja wohl alle 24-fans spannung, aber kombiniert mit logik, echtzeit, authentizität usw. sehen :20:

      wenn S07 so wird, wie es die macher versprechen, sehe ich noch ne schöne spannende zukunft für 24!

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von DUKE2003 ()


    • DUKE2003 schrieb:

      Zitat von »AgentAlmeida«
      [...] selbst WENN dann jemand gefordert hätte endlich etwas mehr gas zu geben, hätten die Macher dann eben auch diese Möglichkeit und könnten in der nächsten Season ein riesen Feuerwerk abbrennen. Andersherum wenn man schon viel Bum Bum gesehen hat ist ein Gang zurück schalten sehr schwer und eher ein Rückschritt.

      da kann ich dir nicht vollständig zustimmen. denn du selber sagst, dass ne "ruhigere" season ohne große bomben aber mit mehr tiefe und emotion, und natürlich unwissenheit richtig geil wäre und besser als das, was jetzt so abläuft. demnach kann man es ja nicht als rückschritt bezeichnen, wenn sich die macher wirklich überlegt hätten, zB nach S03 ne season eher im stil von S01 zu machen!


      Doch doch, da darfst du mir schon zustimmen :zwinker: Ich persönlich will ja eben auch so eine "kleinere" Staffel. Ich meinte das nur allgemein betrachtet und eher auf die breite Zuschauermasse gesehen. Eine Steigerung ist immer möglich und logisch, aber ein Gang zurückschalten nachdem man schon einiges gesehen hat und gewohnt ist, ist einfach schwerer. Demnach ist es nicht unmöglich jetzt Season 7 etwas in diese Richtung tendieren zu lassen, schöner wärs aber gewesen dem Steigerungsprinzip treu zu bleiben, dann dürften die Macher jetzt Spaß haben und in Staffel 7 die Hölle abbrennen und die Zuschauer wären glücklich :thumbs02: Aber das Problem an der Sache, die aktuelle Season im Sinne der Quoten immer gut zu verkaufen, haben wir ja schon besprochen. Und so müssen sie jetzt halt etwas mehr Grips einsetzen und uns mit "extrem" - sag ich mal - durchdachten Storylines beeindrucken.

      Und ja, selbst eine weitere Atombombe in S6, wie wir sie gesehen haben, wäre nicht so drastisch gewesen ohne einige der Logik-Fehler und an den Haaren herbeigezogenen Storylines.

      Ich glaube wir alle haben, in etwas, so dieselbe Vorstellung :freudentanz:
    • jap, der letzte satz passt optimal! :thumbup:

      und ok, ich stimme dir dann doch zu *g* denn klar, für die breite zuschauermasse sind steigerungen wohl pflicht damit es gut ankommen kann. da wir die autoren aber schon seit 6 staffeln kennen und wissen dass die im normalfall immer für überraschungen gut sind, denke ich werden sie diesmal tatsächlich mehr grips benutzt haben. sollte dies nicht der fall sein, wird das thema hier definitiv neu aufleben, denn dann wird man wohl oder übel langsam wirklich vom ende reden können. will jetzt aber auch den teufel net an die wand malen :dev: hehe.
    • Ich "störe" eure kleine intime Runde hier ja nur ungern :P , aber ich möchte mich auch mal zur Ausgangsfrage dieses Threads äußern.

      Ist es nicht so, dass 24 das Schicksal mit vielen Formaten teilt, die am Start gar nicht auf x-zählige Staffeln angelegt waren? Ich erinnere mich daran, gelesen zu haben, dass zum Beispiel Prison Break zunächst auch "nur" als eine Mini-Serie gepöant war, die irgendwo als Lückenfüller dienen sollte. Vom Erfolg der (ebenfalls großartigen!) Serie überrascht, bastelten die Macher dann eine weitere Staffel erarbeitet, die qualitativ gegenüber der ersten deutlich abfiel. Was aber auch kein Kunststück war - in einem Format, in dem es schon qua Titel um einen Gefängnisausbruch geht, KANN es m.E. nach dem erflgten erfolgreichen Ausbruch nur schlechter werden. Alles Weitere taugt vielleicht noch für ein paar Folgen Flucht und Verfolgung, aber dann erschöpft es sich auch. Der Beweis war zu sehen.

      So ist es mit 24 doch auch. Die Grundkonstellation ist doch äußerst eng gefasst: Terroristische Bedrohung, eine Anti-Terror-Einheit mit ihrem charismatischen Helden und die politische Klasse Washingtons, begrenzt auf den "Inner Circle" des Präsidenten. Innerhalb dieses Dreiecks spielt sich 24 ab - da sind eben die Plotts naturgemäß begrenzt. Und eben weil es nur dieses Dreieck gibt, fällt es bei 24 besonders auf, wenn sich zum Beispiel Handlungen oder Teilplotts wiederholen. Das ist doch im Grunde das gleiche wie bei Dr. House oder CSI oder - hier sicherlich mit noch größeren Parallelen - bei Lost.

      Während man dieses Grundproblem bei House oder CSI jedoch eher hinnimmt und auf anderes achtet, laufen die Autoren bei 24 (wie als Parallele wiederum bei Lost) in die Gefahr, im Bemühen um neue Plotts, größere Action, mehr Spannung etc. mindestens in die Unlogik-Ecke zu tappsen. Das Ergebnis ist mit Blick auf S6 an dieser Stelle hinlänglich diskutiert worden.

      Deshalb lautet meine These: 24 ist mit S6 sicherlich noch nicht am Ende, ich denke, wir werden auch noch bessere Staffeln als diese erleben - aber mit S10 wird (spätestens) Schluss sein. Wie damals bei Friends.... :sleep01:
    • Kimsfriend schrieb:

      Ist es nicht so, dass 24 das Schicksal mit vielen Formaten teilt, die am Start gar nicht auf x-zählige Staffeln angelegt waren?
      Ja, das stimmt. Hatten wir auch schon besprochen. Das fällt auch auf in der 1. Season als man noch nichtmal sicher war ob die überhaupt komplett durchhält und man nach der Hälfte der Staffel die eine Geschichte (mit Gaines) abgeschlossen hatte und aufeinmal Drazen auftauchte. Das ist leider in der Tat oft ein Problem bei Serie die über mehrere Staffeln laufen, dass das zu Beginn noch nicht so klar ist.

      Anders finde ich das bei LOST. Und deshalb denke ich ist der Vergleich nicht so ganz angebracht. Lost war doch von Anfang an eine Serie die auf mehrere Staffeln ausgelegt war, siehe das offene Ende am Schluss von S1. Außer es lief da ähnlich ab wie bei 24 und die Autoren hatten ursprünglich für den Fall der Fälle noch ein alternatives Ende geplant. Das weiss ich nicht.
    • AgentAlmeida schrieb:

      Anders finde ich das bei LOST. Und deshalb denke ich ist der Vergleich nicht so ganz angebracht. Lost war doch von Anfang an eine Serie die auf mehrere Staffeln ausgelegt war, siehe das offene Ende am Schluss von S1. Außer es lief da ähnlich ab wie bei 24 und die Autoren hatten ursprünglich für den Fall der Fälle noch ein alternatives Ende geplant. Das weiss ich nicht.
      Lost hab ich zugegebenerweise zu selten gesehen, um da wirklich mitreden zu können. :S Aber es ist von der Grundanlage her eben ähnlich begrenzt: Eine Insel (ein Kreis, kein Dreieck wie bei 24 :zwinker: ), Überlebende eines Flugzeugabsturzes. Punkt. Im Grunde muss man doch auch hier sagen: entweder, nach 20 Folgen gelingt ihnen die Flucht oder es fasert irgendann auseinander und mündet in Unlogik und zähen Plotts. Aber wie gesagt, da bin ich kein Experte....
    • ehrlich gesagt habe ich LOST schon länger nichtmehr gesehen, aber nur weil die dritte Staffel lange vorbei ist und ich - mindestens genauso gespannt wie bei 24 - nun auch die neue warte. Aber bei LOST geht es nicht nur um die Flucht an sich, sondern um den Grund des Absturzes, um die Charaktere, um die Gründe warum ausgerechnet DIESE Leute überlebt haben usw usf.. es hängt da also sehr viel mehr mit drin und LOST ist ja eigentlich auch eine Mystery-Serie und da ist es mit Logik wie eine ganz andere Geschichte. Die Autore versprechen jedenfalls ein WOW-Ende bei dem man dann angeblich sagt, ACHOO war ja klar.. hab ich zumindest mal irgendwo gelesen :grin_still:

      Aber wir wollen ja nicht zu sehr abschweifen hier..
    • wenn es um lost geht, bin ich socherlich der falsche, um mitreden zu können. ich habe mir irgendwann mal 3 doer 4 folgen dieser serie angeschaut und empfand es als überraschung, dass diese serie solche erfolge und soviele fans hat. aber das ist ein anderes thema :)

      jedenfalls habt ihr beide recht...beide serien sind "eingeengt". aber, wie AgentAlmeida sagte, geht es bei lost auch sehr um die hintergründe des absturzes, oder der personen, und natürlich der insel! und somit, finde ich, fällt es einem autorenteam vllt auch etwas leichter, sich irgendwelche nebenhandlungen oder weitere wichtige plots einfallen zu lassen, da man einfach sagen kann "davon haben wir einfach noch nicht geredet und es noch nicht gezeigt, aber SO war es...". darüber hinaus ist lost natürlich eher eine mystery-serie, 24 ist da schon ne ecke realistische finde ich. naja...und was auch stimmt ist die sache mit prison break! wie erwähnt, merkt man einfach am namen, dass die serie zu ende gehen sollte, wenn der ausbruch gelingt! leider war dem nicht so und die folgen waren nciht mehr so genial ab S02, obwohl natürlich immernoch sehr spannend! das ist halt meckern auf hohem niveau :thumbs02:

      mich würde nur interessieren ob die geschichten in 24 wirklich noch so spannend und interessant wären, wenn es nach S01 weiterhin nur "kleine" attentate gegeben hätte oder so, keine atombomben, ob dann noch jeder so gebannt vorm TV sitzen würde. denn fakt ist zwar dass S01 von 24 viel durch das unwissentliche geschafft hat, man wusste nicht warum die bauer's entführt wurden, oder wie jack generell drinsteckt. doch das lag wohl auch daran dass man eben KEINEN der charaktere bisher kannte und somit wirklich jedes detail der personen, zumindest bei mir, zu einem "achsoo ist das, jetzt verstehe ich, warum..."geführt hat. das geht aber ab S02 nicht mehr so gut, wenn man noch die gleichen charaktere hat. vllt noch eine staffel aber irgendwann musste dann halt was großes kommen. ob es nun mit S02 verfrüht war, darüber könnten wir diskutieren bis wir schwarz würden :wacko: hehe.
    • DUKE2003 schrieb:

      mich würde nur interessieren ob die geschichten in 24 wirklich noch so spannend und interessant wären, wenn es nach S01 weiterhin nur "kleine" attentate gegeben hätte oder so, keine atombomben, ob dann noch jeder so gebannt vorm TV sitzen würde.
      Hm, gute Frage - aber mal ehrlich: wie präsent ist uns zwölf, 14 Stunden nach der Explosion einer Atombombe eigentlich noch dieser Umstand? Ich jedenfalls denke kaum daran zurück. Meines Erachtens liegt das daran, dass eben viel zu wenig von der Art und Schwere des Anschlags abhängig gemacht wird! Wir reden hier von einem A-T-O-M-Schlag!!! Hey, Hiroshima in LA! Merkt man davon irgend etwas? Würde in einer amerikanischen Großstadt tatsächlich eine Atombombe explodieren, würden wir ganz andere Szenen erleben als das allzu normale Leben, was uns dort in 24 gezeigt wird: Menschen würden in Panik die Stadt verlassen (siehe die Szenen in "The Day After"), das Militär würde Straßensperren erreichten, das gesamte öffentliche Leben käme zum Erliegen - und kein Cheng oder Jack oder sonstwer kann so mir-nichts-dir-nichts durch die Stadt cruisen, um zu irgendwelchen verlassenen Hotels zu fahren etc.

      Kurzum: Die Frage, wie spannend und interessant 24 ist, ist für mich keine, die ich von der Art des Attentats abhängig machen würde. Wenn dem so ist, dann haben die Autoren HIER jedenfalls eine große Chance verpasst...
    • Kimsfriend schrieb:

      Hey, Hiroshima in LA!


      Ich hätte mir auch gewünscht, dass das Thema etwas mehr thematisiert wird, als nur über die Fernsehbildschirme, wo das Thema ja die ganze Season über sehr präsent ist. Aber nur als Erinnerung, die Bombe ist nicht in L.A. hochgegangen, sondern in Valencia, welches ca. 70 Kilometer nördlich der Stadt liegt. Ich weiß nicht genau, wie weit die Bombe in Season 2 weg war, aber viel weiter wird es auch nicht gewesen sein. Damals hat sich die Panik auch in Grenzen gehalten und wurde nur am Rande thematisiert.

      Yvonne

      Try to imagine that hope is our ship for the soul - Center of the Universe/Kamelot
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    • stimmt, wirklich deutlich merkt man das nach 12 stunden nicht, dass eine atombombe in der nähe von LA hochgegangen ist! aber das ist auch S06 und die hat ja auch mängel ;) wie Yvonne aber sagte, ist es so ähnlich wie in S02 und da war es größenteils auch in ordnunggewesen dass man nicht durchgehen panische leute gesehen hat.
      womit Kimsfriend auch recht hat, ist die tatsache dass man die spannung nicht an der größe der bedrohung ausmachen kann! da gebe ich dir 100% recht!
      dennoch könnte ich mir gut vorstellen, dass viele zuschauer spätestens ab S03 gesagt hätten (in dem szenario, dass es bis dahin keine atombomben gegeben hätte), dass in "24" ruhig mal etwas neues passieren könnte als nur immer sachen die jacks familie oder so betreffen...jetzt als beispiel. die macher haben sich halt dazu entschlossen, jack als super-spezialagenten auszubilden und ihn so darzustellen (denn trtotz etwaiger fehler seinerseits klappt am ende das meiste ja doch). und als sie ab S02 damit anfingen, gabs auch keinen weg zurück mehr. entweder man hätte nicht sofort in S02 so heftig werden sollen mit ner atombombe, sondern kleiner weitermachen, oder man hätte zwischendurch, zB in S03 oder S04 ne "kleinere" bedrohung wählen sollen um die gesamte 24-welt realistisch und authentisch zu halten, oder zumindest authentischer! wie viele sagten, größer, schneller und heftiger; doch das halte ich auch nicht für notwendig um eine welt wie die aus 24 aufrecht erhalten zu können und spannung zu erzeugen. für mich ist das nur wohl nicht ganz so schlimm wie für manch andere denen das gehörig auf die nerven geht dass 24 eine bedrohung nach der anderen abfeuert :zwinker: mir kam das immer recht, weil auch dadurch 24 zu was besonderem wurde: so haben sich die macher getraut dinge zu zeigen und zu verwenden, die es in dieser art nie oder selten zuvor im TV gab, und das ist doch auch ne tolle sache :24rocks: