Heroin

Weitergeleitet von „Heroin“

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • Heroin
    Heroin

    Quelle: http://www.dhs.de


    Der Ursprung
    Heroin wurde im 19. Jahrhundert als Schmerzmittel angewendet, bis die Ärzte bemerkten, wie schnell man davon abhängig werden konnte. Der Name Heroin stammt von dem deutschen Wort 'heroisch' ab.

    Die Abhängigkeit
    Heroin gilt als das wirksamste, sowohl körperliche wie auch psychische Abhängigkeit erzeugende Suchtmittel, das derzeit bekannt ist. Je nach individuellen Einflussfaktoren kann sich bereits nach kurzzeitigem regelmäßigen Heroinkonsum eine Abhängigkeit mit allen Folgeerscheinungen herausbilden. Heroin wirkt weitaus stärker und mit wesentlich kürzerer Wirkdauer als Morphin. Hinzu kommt eine für Heroin typische, sehr rasche Gewöhnung und Toleranzbildung. Als Folge muss die Substanz dem Körper in immer kürzeren Abständen und in immer höheren Dosen zugeführt werden, um den sich schnell einstellenden Entzugserscheinungen entgegenzuwirken. Diese reichen von verhältnismäßig leichten Symptomen wie Schwitzen, Frieren und Zittern bis hin zu starken Gliederschmerzen, Schlafstörungen und schweren Kreislaufzusammenbrüchen. In den meisten Fällen einer Heroinabhängigkeit steht deshalb nicht mehr die euphorisierende Wirkung der Substanz im Vordergrund, sondern es geht vielmehr darum, einen "normalen" Zustand, ohne die beschriebenen Entzugssymptome, aufrechtzuerhalten.

    Die Einnahme
    Injektion in die Venen (bevorzugt, weil die größte Wirksamkeit), dann geraucht, selten gesnieft (wie Kokain) oder geschluckt (geringe Wirkung).

    Die Effekte
    Mitentscheidend für die Wirkung des Heroins sind vor allem der Grundzustand und die Bedürfnisse des Konsumenten. In der Regel wirkt Heroin beruhigend, entspannend und schmerzlösend, gleichzeitig bewusstseinsmindernd und stark euphorisierend. Heroin dämpft die geistige Aktivität und beseitigt negative Empfindungen wie Angst, Unlust und Leere. Probleme, Konflikte und Belastungen des Alltags werden nicht mehr als solche wahrgenommen, unangenehme Wahrnehmungen und Reize werden ausgeblendet. Der Konsument fühlt sich glücklich und zufrieden. Die Wirkdauer ist von der Dosis und der Qualität des Stoffes abhängig und schwankt zwischen 2 bis 5 Stunden.

    Der Entzug
    Der Entzug führt zu einer erheblichen Verminderung der Dopaminausschüttung sowie zu einem massiven Anstieg der Noradrenalinfreisetzung. Das Absetzen von Heroin ist deshalb mit schweren körperlichen Entzugserscheinungen verbunden, wobei ein abruptes Absetzen aber nur selten lebensbedrohlich ist. Nicht der Entzug selbst, sondern die Angst vor den Entzugschmerzen, ist i.d.R. problematisch. Das Entzugssyndrom („Affe“, „Turkey“) tritt etwa 4-12 Stunden nach dem letzten Konsum vorerst in Form von Unruhe, Reizbarkeit und Schwächegefühl ein, worauf grippeähnliche Symptome, wie Zittern, Schwitzen, Muskelkrämpfe, Gliederschmerzen und Erbrechen folgen. Nach etwa 10 Tagen lassen sie deutlich nach, wobei nach 4 bis 5 Tagen das Schlimmste überstanden ist. Zeitpunkt und Intensität eines aufkommenden körperlichen Entzuges können sehr unterschiedlich sein und hängen stark von der gewohnheitsmäßig konsumierten Drogenmenge und Konsumdauer ab.

    Die Entzugssymptome können abgeschwächt werden, indem die Dosis langsam reduziert wird.

    Der körperliche Entzug ist im Gegensatz zur psychischen Abhängigkeit vergleichsweise leicht zu überwinden. Nach der akuten Entzugsphase können Symptome wie Depressionen, anomale Reaktionen auf Belastungssituationen, Drogenhunger, Ängste oder ein vermindertes Selbstwertgefühl auftreten.

    (Und wie sagt man so schön: Don't try this at home!)

    997 mal gelesen