Kernschmelze

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  • Bei einer Kernschmelze kommt es zu einer Überhitzung und Schmelzung von Brennstäben im Reaktor.
    Kernschmelze

    aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

    Als Kernschmelze bezeichnet man bei Kernreaktoren entsprechender Bauweise das Überhitzen und Zusammenschmelzen der Brennstäbe beim Trockenfallen des Reaktorkerns.

    In einem Druckwasserreaktor z.B. deutscher Bauweise wären die Konsequenzen, dass der Reaktor unregelbar würde, weil die Regelstäbe nicht mehr zwischen die verbogenen und verschmolzenen Brennstäbe gleiten können. Im Endstadium würde der geschmolzene Kern sich durch den Druckbehälter und sämtliche Reaktorhüllen fressen ("China-Syndrom"). Bei neueren Reaktorkonstruktionen sollen spezielle Vorrichtungen den Reaktorkern in diesem Fall auffangen und die Freisetzung des Spaltstoffinventars verhindern.

    Die anderen Folgen trockenfallender Brennstäbe, wie Dampf- und Wasserstoffexplosionen, gehen typischerweise mit einer Kernverschmelzung einher, setzen sie aber nicht voraus.

    Am 26. April 1986 ereignete sich eine solche Kernschmelze im Block 4 des Kraftwerks von Tschernobyl. Diese Katastrophe ist als einer der schwersten nuklearen Zwischenfälle der Geschichte bekannt.

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